Die Lebensgeschichte von Rainer Sander liest sich wie die eines berühmten Mannes.
Vom kleinen Tellerwäscher – ja, die Kinder im Osten haben selbstverständlich fast freiwillig und gern zu Hause mitgeholfen – bis hin zu einem 195 Zentimeter großen Typen, der jede Menge Spaß versteht.
Da ihn die gemeinschaftlichen Toilettengänge im DDR-Kindergarten wider Erwarten nicht traumatisiert haben und die täglich frisch gekochte Schulspeisung ihn bestens auf das Leben da draußen vorbereitet hat, mag er es nicht besonders, wenn jemand seine Kindheits- und Jugendjahre schlechtredet.
Er hat einen richtigen Beruf erlernt. Da das Handwerk bekanntlich nicht immer goldenen Boden hatte, setzte er sich noch ein paar Mal auf die Schulbank. Seit vielen Jahren hilft er als Sozialfuzzi Menschen dabei, ihren Platz im Leben wiederzufinden. Die Frauen und Männer, mit denen er arbeitet, würden – unter vorgehaltener Waffe selbstverständlich – jederzeit bestätigen, dass er seinen Beruf liebt.
Ebenso spielen Schuhe, schöne Frauen, Securityeinsätze, das Schreiben und ein trockener Humor eine nicht ganz unbedeutende Rolle in seinem Leben. Seine außergewöhnliche Bescheidenheit verbietet es ihm allerdings, an dieser Stelle näher darauf einzugehen.
